Angedacht, Andacht, nachgedacht ...

Angedacht, Andacht, nachgedacht ...

Zum Monatsspruch September

An der Westküste Schottlands liegt das idyllische Städtchen Oban. Auf einem Hügel über der Stadt thront ein eigenartiges rundes Bauwerk. Es heißt „Mac Caigs Folly” und sollte eine Nachbildung des Collosseums in Rom werden. Einheimische erzählen, wie hier Ende des 19. Jahrhunderts ein reicher Bankier das gewaltige Bauvorhaben startete, um sich selbst ein Denkmal zu errichten. Als er jedoch vorzeitig starb und seine Erben den Rubel anderweitig rollen lassen wollten, wurde das Projekt sofort gestoppt. Schade um alle Kosten und Mühen, die bis dato völlig umsonst in den Bau hinein investiert wurden. Außer Spesen - nichts gewesen! Seitdem ist der unvollendete Bau in Oban ein Beweis dafür, dass Investruinen keine Erfindung von heute sind. Das haben schon viele Menschen erfahren müssen: Sie haben geplant, organisiert und ihre Pläne in die Tat umgesetzt, doch dann war alles ganz anders gekommen. Beim Collosseumsbau in Schottland haben deshalb viele Arbeiter monatelang völlig umsonst geschuftet. Wir alle laufen Gefahr, sogar lebenslang beim Bau des eigenen Lebenshauses umsonst zu arbeiten. Dann nämlich, wenn wir denken, wir könnten unser Leben „kraft eigener Wassersuppe” meistern. „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.” Schon der Schreiber des Psalms hat das erkannt: Wenn die Geschöpfe ohne den Schöpfer aktiv werden, dann ist alle Arbeit umsonst! Dabei nützt es gar nichts, Gottes Segen zur Bestätigung unserer eigenen Lebensplanung als fromme Zugabe zu erbitten! Nein, schon das Fundament muss stimmen! Jesus sagt selbst, dass nur diejenigen, die Gottes Wort hören und befolgen, auf sicherem Fundament bauen. Deshalb sollte schon vor aller Arbeit an unserem Lebenshaus die Frage stehen: „Herr, was willst du was ich tun soll?” Dann wird aus unserem Lebenshaus keine Investruine, sondern dann steht darüber die wunderbare Zusage: Ihr wisst, dass eure Arbeit im Herrn getan, nicht vergeblich ist. (1 Kor, 15,58)

Viele Grüße

Euer Jugendwart Jens Ullrich

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der Evangelischen Jugendarbeit im Kirchenbezirk Aue

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