Angedacht, Andacht, nachgedacht ...

Angedacht, Andacht, nachgedacht ...

Das ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist.

(Joh. 3, 19)

Wenn Sie vor Gericht stehen, geht es um schuldig oder nicht schuldig. Werden Sie schuldig  gesprochen, legt das Gericht die Strafe fest. Wenn Sie vor dem Gericht Gottes stehen, geht es nicht um schuldig oder unschuldig. Da ist klar: Alle Menschen sind schuldig. Von Anfang an hat der Menschdie Gesetze von Gott missachtet. Von Adam an lebt der Mensch ohne Gott. Wir haben uns aus dem Staub gemacht. Vom Licht sind wir in die Dunkelheit geflüchtet. „Im Dunkeln ist gut munkeln. Da kann Gott uns nicht sehen“,meinen manche. Das ist aber eine optische Täuschung. Wer so redet, benimmt sich wie ein kleines Kind, dass sich mit den Händen die Augen zu hält, und seinen Vater fragt: „Siehst du mich?“ Der Vater im Himmel sieht aber in die entlegensten Winkel. Gott kommt mit seinem Licht in die dunkelsten Ecken unserer Welt. Er leuchtet sogar durch Priesterröcke und Pfarrertalare. Ihm entgeht nichts. Wenn Gott Licht anmacht, dann geht jedem ein Licht auf und es ist plötzlich sonnenklar: Alle sind schuldig! Keiner kann sich rausreden. Niemand wird sich durchmogeln. Nicht einer kann Gott etwas vormachen. Und weil jeder Mensch schuldig ist, bekommen alle das Urteil: Todesstrafe. Gott will aber nicht, dass die Menschen vor die Hunde gehen, deshalb hat er den geschickt, der gesagt hat: „Ich bin das Licht der Welt“. Das ist Jesus Christus. Jesus hat am Kreuz die Todesstrafe bekommen, die Ihnen zusteht. Jesus ist für Sie gestorben. So ist Jesus. Das ist Liebe. Und nur deshalb müssen Sie sich vor dem Gericht Gottes nicht fürchten. Denn wer zu Jesus sagt:„Ich danke dir, dass du für mich am Kreuz gestorben bist. Nimm nun bitte mein ganzes Leben“, derbekommt nicht das Todesurteil, sondern seine kaputte Beziehung zu Gott repariert. Wer Jesus ablehnt, spricht über sich selber das Urteil. Und wer Jesus annimmt, der erlebt, dass sein Licht heilsam ist. Wenn ich zum Beispiel weiß, dass Gott alles sieht, dann bewahrt das mich davor, die Sauerein umzusetzen, die mein Gehirn sich jeden Tag ausdenkt. Viele Menschen stehen aber lieber in der Dunkelheit und ahnen: „Wenn ich zu Jesus komme, dann muss sich mein Leben ändern“. Doch das ist anstrengend. Deshalb lieben sie die Finsternis. Sie tappen im Dunkeln und rennen sich dabei ihren Schädel ein. Das ist ihnen tausendmal lieber als ins Licht zu gehen. Wissen Sie, wer weit weg von Gott ist, und von seinem Licht angestrahlt wird, wirft einen langen Schatten. Und der lange Schatten zeigt unsere Schuld. Wer unter der Führung von Jesus Christus lebt, der steht genau unter dem „Licht der Welt“, wie unter einem Scheinwerfer. Der wirft keine Schatten mehr. Alles ist vergeben. Und nur so kommen Sie durch das Gericht. Nur so kommen Sie in den Himmel.

Lutz Scheufler

© „Wort zum Tag“ am 21.12.04 auf ERF-Radio

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