Angedacht, Andacht, nachgedacht ...

Angedacht, Andacht, nachgedacht ...

Neues Jahr - Neues Glück!?

Oder so ähnlich denkt man sich das. Die Hoffnung, man könnte zu Beginn eines neuen Jahres irgendetwas an oder in sich verändern oder verbessern, hat wohl jeder schon einmal gehegt. Der eine will aufhören zu rauchen, der andere will mehr für die Schule tun. Leider ist es oft so, dass Vorsätze auch solche bleiben, man muss immer wieder neu anfangen sich Ziele zu stecken.

So ist das auch im Glauben. Wir müssen unser Leben immer wieder neu auf Jesus Christus ausrichten, immer wieder neu erfahren, was unser Glaube bedeutet. Beim Blick auf die aktuelle Jahreslosung (Lukas 22,32) entdeckt man die Stelle: “Ich habe für dich gebeten,…“

Da stellt sich die Frage, was es überhaupt heißt zu beten oder für jemanden zu beten oder was ist ein „richtiges“ Gebet und dessen Funktion.Das Gebet ist ein zentrales Element des christlichen Glaubens, wenn nicht sogar jeden Glaubens. Es ist der direkte Draht zu Gott, der die Funktion einer Standleitung hat: man kann immer und überall die Leitung als Ventil benutzen und tägliche und besondere Sachen vor Gott ablegen und empfängt dadurch Kraft, Ruhe, Mut und Zuversicht. Aber werden unsere Gebete überhaupt erhört? Was haben wir davon? Oder bleibt das Gebet an der Decke kleben? Ein unbekannter Soldat hat einmal Folgendes geschrieben:

Ich bat um Stärke, aber er machte mich schwach, damit Bescheidenheit und Demut lernte. Ich bat um seine Hilfe, um große Taten zu vollbringen, aber er machte mich kleinmütig, damit ich gute Taten vollbrächte.

Ich bat um Reichtum, um glücklich zu werden. Er machte mich arm, damit ich weise würde.

Ich bat um alle Dinge, damit ich das Leben genießen könne. Er gab mir das Leben, damit ich alle Dinge genießen könne. Ich erhielt nichts von dem, was ich erbat, aber alles, was gut für mich war. Gegen mich selbst wurden meine Gebete erhört. Ich bin unter allen Menschen ein gesegneter Mensch.

Der Herr schenkt uns also die Gabe des Menschseins/Christseins; wir werden immer das von Gott bekommen, was uns hilft das zu sein. Auch wenn manchmal augenblicklich kein Sinn dahinter steckt. Aber eines ist sicher: das Gebet verändert uns, das hat auch dieser Soldat gemerkt. Gott ändert uns und unsere Einstellung gegenüber den Leuten für die wir beten. Auch wir müssen erst lernen was, wie oder wann wir beten (Römer 8,26 ; Lukas 18,1)

Aber es ist wichtig überhaupt zu beten, um ja keine Zeit ohne Gottes Segen und Gnade auf dieser Welt zu verlieren.

Viele Grüße

Christian Ficker

Ausblicke
der Evangelischen Jugendarbeit im Kirchenbezirk Aue

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