Angedacht, Andacht, nachgedacht ...

Angedacht, Andacht, nachgedacht ...

Was hat heute schon Bestand? Du musst früh lernen mit Veränderungen und Wechseln klar zu kommen: Wohnort, Freunde, Beziehungen, Schule und Arbeitsstelle und auch die JG verändert durch Ausbildung und Studium ständig ihr Bild. Auf was ist da noch Verlass, hat Bestand? Auch wenn du dich wie viele unserer Zeitgenossen nach Sicherheit und Bestand sehnst, scheinen diese Begriffe in ihrer Tiefe aus längst vergangenen Zeiten zu stammen. Auch in unserem Monatsspruch geht es um Beständigkeit:

Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
(Apostelgeschichte 2,42)

Sie, die Gemeinde von Christen blieb beständig… Mensch, wie haben die das geschafft?, fragst du dich vielleicht. Oder es kommt der Einwand: Na, damals war alles noch viel ruhiger! Wirklich? Erinnern wir uns: Auch diese Zeit war voller Unruhe. Das römische Imperium beherrschte die bekannte Welt, war aber selbst nun schon fast am Zerfall, sich Christ zu nennen konnte gefährlich, ja lebensgefährlich werden. Und doch blieben sie beständig! Ich glaube, es ist vor allem das Wissen darum, dass jeder Mensch in aller Unruhe etwas zum festhalten, ja Sicherheit braucht. Ein Fundament, welches beim größten Sturm des Lebens hält. Suchst du das auch? Dann nimm dir die ersten Christen zum Vorbild, Leute die es probiert haben – und dabei nicht enttäuscht wurden! Sie hatten zwei wesentlichen Dinge erkannt: Das Wichtigste: das stabilste Fundament der Welt ist JESUS CHRISTUS selbst und zweitens: Ich schaffe es nicht, meinen Glauben allein zu leben, ich brauche eine GEMEINDE (dafür gibt es speziell für dich die JUNGE GEMEINDE). Was zeichnete die Gemeinde aus und ist auch heute noch Grundvoraussetzung für lebendige (Junge) Gemeinden? Zum einen wie gesagt, die Beständigkeit (wenn ich nur mir den Weihnachtssegen abhole oder grad mal gehe, wenn nichts anderes läuft oder ich eben mal Lust habe – hat das nichts mit Beständigkeit zu tun!), zum anderen die vier Eckpfeiler, in denen ich beständig sein soll: Lehre, Gemeinschaft, Brotbrechen und Gebet. Wenn davon eines einfach vernachlässigt oder gar weggelassen wird oder als alleiniges herausgehoben wird, stürzt das Gesamte ein.

Lehre – was für ein abstoßendes Wort, meinst du vielleicht? Aber seien wir mal ehrlich, egal ob ich bisher mit Christsein wenig am Hut hatte oder schon jahrelang in der JG mitarbeite, haben wir schon alles von Jesus begriffen, reden und handeln immer genau nach seinem Willen oder müssen wir nicht vielmehr jeden Tag neu uns auf ihn ausrichten, nach seinem Willen fragen? Dazu ist es wichtig, sein Wort zu lesen und mit anderen darüber zu reden. Die JG ist dafür der ideale Ort! Gehen wir gemeinsam auf die Suche nach Seinem Willen.

Da sind wir schon beim nächsten: Gemeinschaft. Verkriech dich nicht mit deinen Fragen in dein Zimmer, sondern komm heraus und suche Christen, die die helfen, sie zu beantworten. Gemeinschaft ist natürlich nicht nur etwas Ernstes: Essen, Unternehmungen, Singen, Freude u.v.a.m. sind nur einige Dinge, die dazu gehören. Ich hoffe, du findest eine Gruppe, wo du dich richtig wohl fühlen kannst.

Eine ganz besondere Gemeinschaft möchte das Abendmahl (Brotbrechen) sein. Jesus selbst lädt uns an seinen Tisch ein. Welch große Sache, wo ich doch schnell merke, dass ich mit meinen Fehlern und meiner Schuld gar nicht zu ihm passe. Aber genau diese Dinge darfst du bei ihm ablegen und ihm im Abendmahl ganz nahe sein. Sonst schlägst du doch auch keine Feier aus?! Warum dann, wenn der „Veranstalter“ Jesus ist? Und das Beste: Bei seiner Feier bekommst du keinen „Filmriss“, dafür wird dir das, was in deinem Leben nicht in Ordnung war „abgerissen“ und ans Kreuz genagelt! Ohne „Kater“, aber mit klarem Verstand, neuer Kraft und reiner Seele kannst du in den Alltag gehen.

Eine unerlässliche Hilfe, bei Jesus „dranzubleiben“, und im Alltag zu bestehen, ist der vierte Eckpfeiler: das Gebet. Alles, was dir unter den Nägeln brennt, kannst du persönlich mit Jesus besprechen. Betrachte es nicht als Anhängsel vor dem Essen oder am Abend. Deine Augen werden dir geöffnet, wenn du überlegst, wofür du danken kannst, auch wenn dir viele Dinge dabei selbstverständlich vorkommen. In der Bitte kannst du abladen, was dich belastet, du musst es nicht mehr allein tragen. Vielleicht dauert es etwas, aber du wirst merken: deine Beziehung zu Jesus wird stärker. Welche Beziehung hätte wohl Bestand, wenn sich die Partner nichts mehr zu sagen haben?

Ich möchte dir Mut machen, jeden Tag neu, deine Beziehung zu Jesus fest zu machen, denn er ist das Fundament, auf das du dein Lebenshaus bauen kannst. Und das hat mit Sicherheit Bestand! Probiers aus!

Viele gute Erfahrungen dabei wünsch dir

Diakon Hendrik Prüfer

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