Angedacht, Andacht, nachgedacht ...

Angedacht, Andacht, nachgedacht ...

Vertrau ihm, Volk Gottes, zu jeder Zeit!

Andacht zum Monatsspruch Oktober Psalm 62, 9

Am ersten Oktoberwochenende starteten meine Frau, unsere zwei Kinder und ich zu einem Kurzcampingurlaub an die Talsperre Pöhl. Es war Freitag, welchen ich die Woche über herausgearbeitet hatte. Am Auto hing unser vollgepackter Wohnanhänger, der mir diesmal irgendwie besonders schwer vorkam. Und so fuhren wir gegen Mitttag los in Richtung Autobahn, welche wir allerdings gar nicht gleich erreichten, denn Qualmwolken stiegen am Wohnwagen auf. Die Bremsen waren überhitzt, da der Handbremshebel angezogen war. Urplötzlich hielt hinter uns ein Baufahrzeug, was wohl heutzutage nicht selbsverständlich ist und der freundliche Fahrer riet uns zur schnellstmöglichen Weiterfahrt, da es schlimmstenfalls zum Brand in der überhitzten Bremstrommel kommen könnte. Das Problem war ja nun scheinbar gelöst, also fuhren wir, wenn auch etwas verunsichert, weiter.

Zuvor allerdings beteten wir noch kurz. Nach 10 Kilometer auf der vollgestopften Autobahn qualmte es wieder. Gott sei Dank! gab es einen breiten Standstreifen. Übrigens war zu meiner Überraschung die Handbremse wieder angezogen. Der ADAC wollte uns abschleppen, was wohl das Aus unseres Urlaubes bedeutet hätte. So entschied ich mich, Gott sei Dank!, die ca. 300 m vor uns liegende Abfahrt zu nutzen, um auf der Landstraße das Problem zu lösen. Die immer wieder angezogene Handbremse löste ein verklemmtes Seil aus, welches schnell repariert war. Die Bremstrommel allerdings nahm etwas mehr Zeit in Anspruch. Mit einigen kleineren Kontrollstops erreichten wir ohne weitere Pannen unser Ziel.

Warum erzähle ich Dir diese Begebenheit? Weil ich gemerkt habe, dass unser Monatsspruch für Oktober aus Psalm 62, Vers 9: "- auch für solche ganz alltäglichen Probleme eine wichtige Grundlage ist. Gott wird Probleme zulassen in unserem Leben, sei es nun eine überhitzte Bremstrommel oder vielleicht ganz schwerwiegende, scheinbar unlösbare Dinge. Doch wenn wir Ihm vertrauen, wird er uns durch diese hindurchtragen. Vielleicht auch manchmal mit kleinen Wundern in scheinbar aussichtslosen Situationen. Ich könnte dir noch von anderen Dingen aus meinem Leben erzählen, die mich an meine menschlichen Grenzen geführt haben. Doch im Vertrauen auf Gott fand ich Zuflucht und Stärkung. Unsere Töchter hatten übringens bei diesem Kurzurlaub Schnupfen und eine sehr hohes Fieber. Auch dieses durften wir Gott anbefehlen. Ich mache dir Mut, Gott in allen Lebensumständen zu vertrauen. Und ganz praktisch heißt das, den ganzen Tag im Gebet mit Gott in Verbindung zu sein. Eben gerade dann und dort, wo Probleme auftauchen, zuerst damit zu Gott zu kommen, dass er dich stärke und dir Weisheit gebe, was zu tun ist. Ich mache dir Mut dazu. Gott steht zu seinen Verheißungen.

Es grüßt dich

Sebastian Jähne, JG Neuwelt

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